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Migrations-Modelle


Assimilation

Der Aufnahme-Staat wirkt darauf hin, dass die fremde personale Kultur zugunsten der heimischen Kultur aufgegeben wird. So wird im allgemeinen Einwanderung in den Nationalstaaten verstanden. Assimilation bedeutet das Aufgehen in der Kultur des Gastlandes. Die eigene, mitgebrachte, anerzogene Kultur wird aufgegeben. Beispiel: 2½ Millionen Polen in Deutschland vor dem 1.Weltkrieg, insbesondere im Ruhrgebiet.


Integration

Die personale Herkunftskultur wird respektiert und geschützt, ohne deshalb von der Kultur des Aufnahmestaates angenommen (anerkannt) zu werden. Das bedeutet annähernd gleichberechtigte Einfügung in unsere wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse, die individuelle Identität bleibt erhalten. Ungeklärt bleibt die Frage, was geschieht, wenn beispielsweise islamische Grundüberzeugungen in Konflikt mit grundgesetzlichen Grundüberzeugungen geraten, die für unser staatliches Zusammenleben konstitutiv sind.


Insertion

Die Kultur des Herkunftslandes wird personal und kollektiv vollkommen gleichberechtigt und als Element der Kultur des Gastlandes anerkannt. Nach diesem Modell (multikulturelle Gesellschaft) würden Kulturen der Ausländergruppen wie Mosaiksteine in eine Gesamtheit eingefügt, in der die heimische Kultur auch nur ein Mosaikstein ist. Insbesondere an diesem Modell orientieren sich die Überfremdungsängste.