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Islamismus
Fundamentalismus

Islamische Theologie


Grundlegend für den islamischen Glauben ist der Monotheismus. Nach der im Koran enthaltenen Lehre ist Gott der Schöpfer und Erhalter aller Dinge, er ist allmächtig und allwissend. Im Laufe der Geschichte hat Gott immer wieder Propheten gesandt; diese verkündeten die Botschaft Gottes. Der Inhalt dieser Botschaften war im Wesentlichen immer gleich: Aufruf zum Glauben an den einen Gott, Mahnung zum Gehorsam gegenüber Gott, Warnung vor Strafen Gottes.

Als Propheten werden auch Gottesmänner der biblischen Tradition anerkannt, beispielsweise Adam, Moses, Noah, Abraham und Jesus Christus. Da Judentum und Christentum nach koranischer Auffassung durch von Propheten überbrachte Schriften entstanden sind, genießen diese den Sonderstatus der Schriftbesitzer, die nach islamischem Recht gegen Zahlung einer Sondersteuer ihre Religion auch unter muslimischer Herrschaft ausüben dürfen. Allerdings haben Juden und Christen nach koranischer Darstellung den Inhalt der heiligen Schriften verfälscht. Nach islamischer Auffassung war bereits Abraham Muslim, und Mohammed verkündete keine neue Religion, sondern nur die Wiederherstellung der Religion Abrahams. Nach dem Koran ist Mohammed das Siegel der Propheten und damit Überbringer der letztgültigen und für alle Menschen verbindlichen Offenbarung.

Der Mensch ist dem Koran zufolge von Gott mit besonderer Würde ausgestattet worden. Trotz seines häufigen sündigen Handelns gilt der Mensch nicht von Natur aus als sündig. Das Individuum ist verantwortlich für sein Tun, das beim Jüngsten Gericht bewertet wird. Entweder darf man dann ins Paradies oder wird mit ewiger Verdammnis in der Hölle bestraft. Ein besonderes Kapitel ist der Status der Frauen in der islamischen Religion. Trotz ihres untergeordneten Status in der Gesellschaft haben sie grundsätzlich die gleiche Heilsmöglichkeit, zumindest nach dem Tod.

Der Islam kennt im Gegensatz zum Christentum keine sakramentale Heilsvermittlung oder einen besonderen Priesterstand. Die Gesamtheit der gottgewollten Verhaltensnormen sind im islamischen Recht der Scharia festgelegt worden. Die Problematik einer theologisch geprägten Rechtsprechung zeigt sich in den fast unmenschlichen Strafen selbst für geringe Straftaten. Das Grundprinzip der Scharia lautet Auge um Auge, Zahn um Zahn. Die vorgesehenen Strafen variieren zwischen Auspeitschung und Steinigung (Unzucht, Ehebruch), Tod durch das Schwert (Mord), Kreuzigung (Raubmord) und Abtrennen von Hand und Fuß für Diebstahl.

Der Islam erhielt durch die Scharia den Charakter einer Gesetzesreligion. Die wichtigsten ethischen. Normen sind Gerechtigkeit, Freigiebigkeit, Gehorsam, Dankbarkeit, Geduld, Beharrlichkeit, Solidarität und Aufrichtigkeit. Der Koran enthält viel Gewaltpotential, was durch die Fundamentalisten immer wieder vorgeführt wird. Negativ zu bewerten ist auch die Rolle der Frau im Koran, die dem Mann unterstellt ist. Der Koran ist inhuman. Eine 1400 Jahre alte Schrift kann kaum Grundlage für eine moderne und humane Ethik sein.

Grundlage für den Glauben sind die fünf Pfeiler des Islam: Das Aussprechen des Glaubensbekenntnisses (Es gibt keinen Gott außer Gott und Mohammed ist der Gesandte Gottes), das fünfmal täglich zu verrichtende Ritualgebet (Salat), Pflichtalmosen (Zakat), Fasten im Monat Ramadan und die Wallfahrt nach Mekka.