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Die andere Seite Wer am Bodensee Urlaub macht, der will auch mal auf die andere Seite. Schließlich grenzen vier Länder an den See – das nördliche Ufer ist deutsch, am südlichen Ufer liegt die Schweiz; Liechtenstein und Österreich haben auch ein klein wenig Anteil am Bodenseeufer.
Eines ist auffällig – es scheint, als wären die Schweizer noch einen Tick bürokratischer und amtsautoritärer als die Deutschen. So erlebt beim Besuch des Napoleon-Museums in Salenstein. Eine sehr schöne Anlage, die jetzt zum Teil von einer landwirtschaftlichen Ausbildungsstätte belegt ist, die aber immer noch den Geist Napoleons und seiner späteren Verwandten atmet. Na ja, nicht zu vergessen, Napoleon war anfangs ein Revolutionsgeneral, aber das hatte er wohl später vergessen. Schloss und Park Arenenburg zeigte in seiner pompösen Ausstattung, wie die Menschen von ganz oben (also weiter oben, als wir uns das heutzutage vorstellen können) damals in der Zeit der Restauration lebten. Man gewann sehr schnell den Eindruck, dass die französische Revolution von 1789 völlig umsonst gewesen war.
Ungeklärt blieb die Frage, ob diese Anordnungen auf Weisung der Gemeinde Salenstein, des Kantons Thurgau, der Confoederatio Helvetica befolgt werden mussten, oder ob eventuell sogar die Republique Francaise auf der angemessenen Hochachtung ihrer ehrenwerten Vergangenheit bestand … Nun ja, es wäre nicht gerecht, wollte man die Schweiz grundsätzlich zur amtsversessenen Bürokratie erklären. Schließlich gehört die Schweiz nicht zur Europäischen Union, das Schengener Abkommen gilt noch nicht und ein anderes Währungsgebiet sind sie auch. Trotzdem war es völlig unproblematisch, weit über das Grenzgebiet hinaus Euro auszugeben. Den Umgang mit Geld sind die Schweizer eben gewohnt … da sind sie absolut liberal. |
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