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Der Zustand


Die Anteile von jungen und alten Menschen in Deutschland verändern sich massiv: Die graphische Darstellung der Bevölkerungsentwicklung sah 1980 noch wie eine Pyramide aus, im Jahr 2020 wird sie wie ein Pilz aussehen.

Die Kinderzahl pro Mutter ist gegenüber früheren Jahrzehnten geringer geworden. Die Nettoreproduktionsrate – weibliche Kinder pro Mutter – liegt bei ca. 62 Prozent, das heißt eine Mutter reproduziert sich zu weniger als einem Drittel.

Die Folge ist ebenso einleuchtend wie dramatisch: weniger Mädchen = weniger Mütter = weniger Kinder.

Noch 1980 gab es einen großen Überhang an älteren Frauen, wegen ihrer höheren Lebenserwartung und der vielen männlichen Opfer des Ersten Weltkriegs.

Weniger Geburten gab es als Folge des Ersten Weltkriegs, in der Weltwirtschaftskrise und im Zweiten Weltkrieg.

Die Folgen der Weltkriege sind lange sichtbar: Der Geburteneinbruch des Ersten Weltkriegs noch bis zum Jahr 2000, der des Zweiten bis 2020.

Tendenzen für die Zeit nach dem Jahr 2000 sind die noch weiter gestiegene Lebenserwartung, eine weiter sinkende Kinderzahl durch den ostdeutschen Geburtenrückgang nach der deutschen Einheit und demzufolge Bevölkerungsverlust durch das Fehlen potenzieller Eltern.